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Schaden

  1. Der Schaden, der als Folge ärztlichen Fehlverhaltens eintritt, ist zunächst immer ein körperlicher Schaden oder Gesundheitsschaden. Er lässt sich als solcher noch nicht in einem der Höhe nach feststehenden Geldbetrag ausdrücken. Auf einen der Höhe nach bestimmten Geldbetrag richten sich jedoch Schadensersatzforderungen von Patienten, wenn sie Ärzte auf Schadensersatz in Anspruch nehmen.
  2. Zur Quantifizierung von Schadensersatzansprüchen wegen ärztlichen Fehlverhaltens bedarf es eines weiteren Denkschritts.
  3. Zu fragen ist nach den wirtschaftlichen Folgen des körperlichen Schadens, der durch das Fehlverhalten des Arztes verursacht wurde. Dies führt zu einer Reihe möglicher Vermögensnachteile für den Patienten wie folgende nur beispielhafte Aufzählung zum Vermögensschaden zeigt:

    • Nutzlos aufgewendete bisherige Behandlungskosten.
    • Erforderlich werdende weitere Behandlungskosten.
    • Verdienstausfall.
    • Verlust eines Arbeitsplatzes.
    • Berufsunfähigkeit.
    • Rentennachteile bei vorzeitiger Verrentung.
    • Notwendigkeit länger andauernder oder dauernder Pflege.
    • Kosten für Ersatzkraft zur Haushaltsführung ("Haushaltsführungsschaden").
    • Unterhalt für ein Kind, das nach einer fehlgeschlagenen Sterilisation geboren wurde.
  4. Hinzu kommt der Bereich des immateriellen Schadens = Schmerzensgeld. Nach § 253 Absatz 2 BGB kann eine billige Entschädigung auch wegen des Schadens gefordert werden, der nicht Vermögensschaden ist, wenn wegen der Verletzung des Körpers, der Gesundheit oder der Freiheit Schadensersatz zu leisten ist. Das ist bei den Arzthaftungsfällen regelmäßig der Fall.
  5. Für die Bemessung des Schmerzensgeldes werden alle in Betracht kommenden Umstände berücksichtigt. Es handelt sich dabei ebenfalls beispielhaft um:

    • Ausmaß und Dauer von Schmerzen.
    • Dauer notwendig werdender weiterer Behandlungen (z.B. langwierige Rehabilitation).
    • Einschränkung der Lebensumstände und der Lebensfreude (z.B. Querschnittslähmung, Amputation von Gliedmaßen, Blindheit, Taubheit).
    • Grad des Verschuldens des Arztes (Genugtuungsfunktion des Schmerzensgeldes).
    • Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Schädigers.
    • Wirtschaftliche Verhältnisse des Geschädigten.
    Trotz dieser feinsinnigen Systematik sind die in Deutschland von der Rechtsprechung zuerkannten Schmerzensgeldbeträge im internationalen Vergleich nur sehr gering.

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