Startseite  Startseite
 Über mich  Über mich
 Ihre Vorteile  Ihre Vorteile
 Kompetenzen  Kompetenzen
     Privatrecht  Privatrecht
          Allgemeines Zivilrecht  Allgemeines Zivilrecht
          Arzthaftung  Arzthaftung
          Baumängel und Bauschäden  Baumängel und Bauschäden
          Erbrecht  Erbrecht
          Familienrecht  Familienrecht
          Grundstücksrecht  Grundstücksrecht
          Medienrecht  Medienrecht
          Schiedsverfahren  Schiedsverfahren
          Vereinsrecht  Vereinsrecht
          Wohnungseigentum  Wohnungseigentum
     Öffentliches Recht  Öffentliches Recht
 Impressum  Impressum
 Kontakt  Kontakt
Zur Wahl einer anderen Sprache klicken Sie bitte auf die entsprechende Nationalflagge:

Sie befinden sich hier : Kompetenzen / Privatrecht / Schiedsverfahren


Schiedsverfahren

  1. Schiedsgerichte im Sinne des 10. Buches der Zivilprozessordnung (ZPO) sind Privatgerichte aus einem oder mehreren Schiedsrichtern, denen die Entscheidung bürgerlicher Rechtsstreitigkeiten an Stelle staatlicher Gerichte durch private Willenserklärung übertragen ist.
  2. Das bedeutet, dass die Bürger sich im Falle eines Streitfalles zwischen ihnen darauf verständigen können, dass nicht die staatliche Gerichtsbarkeit zur Entscheidung über diesen Streit angerufen werden soll, sondern ein von ihnen selber bestimmtes privates Schiedsgericht. Es handelt sich bei der entsprechenden Abrede der Parteien um eine Schiedsvereinbarung.

  3. Schiedsgerichte waren schon in ältesten Zeiten bekannt; vielleicht handelt es sich bei ihnen um die ursprünglichste Form der Gerichtsbarkeit. Die deutsche Rechtsordnung anerkennt Schiedsgerichte ebenfalls. Der Staat hat kein Interesse an der Einschränkung privatrechtlicher Schiedsgerichte, soweit nicht im konkreten Streitfall öffentliche Interessen betroffen sind.
  4. Die Regelung privatrechtlicher Streitigkeiten durch ein Schiedsgericht bietet erhebliche Vorteile:
    • Die Parteien können die Entscheidung einer Person übertragen, zu der beide Vertrauen haben. Möglich ist auch die Vereinbarung eines Schiedsgerichts, das aus mehreren Personen besteht, wobei dann jede Partei „ihren“ Schiedsrichter benennt.
    • Das Verfahren vor dem Schiedsgericht ist grundsätzlich nicht öffentlich. Das ist dann von Vorteil, wenn vermieden werden soll, dass in der Öffentlichkeit das Ansehen der Parteien leidet oder dass Geschäftsgeheimnisse oder sonstige interne Angelegenheiten in der Öffentlichkeit bekannt werden.
    • Hier ist zu sehen, dass die Verfahren vor den staatlichen Gerichten grundsätzlich öffentlich sind; die Öffentlichkeit kann vom staatlichen Gericht nur unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen werden.

    • Im Verfahren vor einem privaten Schiedsgericht ergeht die Entscheidung (= Schiedsspruch) fast immer rascher, als vor einem staatlichen Gericht. Dies trifft schon deshalb zu, weil der Instanzenzug wegfällt.
    • Das Verfahren vor dem Schiedsgericht ist wegen des nicht gegebenen Instanzenzuges sehr wahrscheinlich erheblich billiger als ein Rechtsstreit vor einem staatlichen Gericht, der jahrelang durch die Instanzen bis hinauf zum Bundesgerichtshof geführt“ wird.
    • Die Parteien und die von ihnen bestimmten Schiedsrichter können das Verfahren grundsätzlich frei gestalten, wobei allerdings die Mindeststandards eines rechtsstaatlichen Verfahrens gewahrt bleiben müssen.
Ich berate Sie bei der Vorbereitung einer möglichen Schiedsvereinbarung mit ihrem jeweiligen „Gegner“ bei einer konkreten Streitigkeit. Vorstellbar ist auch die Übernahme der Funktion als Schiedsrichter durch mich, wenn Sie mich im Falle einer bereits getroffenen Schiedsvereinbarung mit der „anderen Seite“ als Schiedsrichter benennen wollen.

Natürlich vertrete ich Sie auch als Ihr Rechtsanwalt und Verfahrensbevollmächtigter in einem Schiedsverfahren vor dem in der Schiedsabrede mit Ihrem „Gegner“ vereinbarten Schiedsgericht.